Töpfe und Schalen aus Ton, monumentale Skulpturen aus Steinzeug und feiner Schmuck aus Porzellan.

Die Ausstellung ist eine sinnliche Wanderung durch das keramische Lebenswerk von Jais Nielsen. Von den ersten Experimenten in Ton bis zu den vielen Arbeiten in Steinzeug, die er ab 1920 bis zu seinem Tod für die Königlich Dänische Porzellanmanufaktur schuf. Darüber hinaus geben Zeichnungen und Skizzen Einblick in die Arbeitsweise von Jais Nielsen. In der Ausstellung können Sie auch Beispiele des herausragenden Art-Déco-Schmucks in Keramik und Silber sehen, den er in Zusammenarbeit mit dem dänischen Hofjuwelier A. Dragsted geschaffen hat. Eine breite Auswahl seiner Werke, von großen Skulpturen und exquisiten Einzelstücken bis hin zu kleineren Kunstwerken, die sich großer Beliebtheit bei einem breiten Publikum erfreuten, wird hier gezeigt.

Jais Nielsen gehört zu der Gruppe dänischer Avantgarde-Künstler, die das Publikum mit ihrer modernen, das Neue suchenden Kunst in der Zeit gegen Ende des Ersten Weltkriegs provozierten. Inspiriert durch die modernistische französische Malerei und unter Verwendung der Kunstsprache des Altertums und des Mittelalters unternahm Jais Nielsen 1915 seine ersten Versuche mit Ton. Damit hatte er das richtige Medium gefunden, um ein einzigartiges keramisches Lebenswerk zu realisieren. Die großen Geschichten aus der Antike und der Bibel liefern die Motive, wie sie von ihm in einer unverwechselbaren und strengen Sprache interpretiert werden, die zugleich archaisch und modern ist. Sichtbaren Ausdruck findet dies etwa in seinem Hauptwerk „der Töpfer“ von 1925, dessen Präsentation auf der Weltausstellung in Paris die Königlich Dänische Porzellanmanufaktur und Dänemark insgesamt in die absolute Weltelite des Steinzeugs katapultierte.